Das neue Jahr steht vor der Tür. Viele haben gute Vorsätze wie Abnehmen, mehr Sport treiben oder sich mehr Zeit für die Familie nehmen. Kinder nutzen das neue Jahr auch dazu, ihr Taschengeld neu zu verhandeln. Doch wieviel ist in der heutigen Zeit der laufenden Preiserhöhungen noch angemessen? Die Ansprüche der Kinder wachsen mit denen der Erwachsenen. Gerade Themen wie Markenkleidung, das neueste Handy oder Computerzubehör sorgen in vielen Familien für Diskussionen. Braucht das Kind unbedingt teure Produkte, um zum Beispiel mit Klassenkameraden oder Freunden mithalten zu können?

Welche Kosten werden generell von den Eltern übernommen und was muss der Sprössling selbst finanzieren? Damit die Kinder den Umgang mit Geld üben können, gibt es das Taschengeld.

Taschengeld ist in vielen Familien selbstverständlich. Es wird in der Regel wöchentlich oder monatlich gegeben. Bei kleinen Kindern, die mit dem Umgang mit Geld noch nicht so vertraut sind, empfiehlt es sich, kleine Beträge wöchentlich zu geben, damit nicht zu viel Geld auf einmal zur Verfügung steht und sie das Sparen lernen, wenn ein größerer Wunsch ansteht. Kleinen Kindern macht es auch Spaß, wenn sie lernen, die Zahlen auf den Münzen zu erkennen und im Laden Kleinigkeiten selbst bezahlen dürfen.

Vorher sollte geregelt werden, wofür das Geld genutzt werden darf. Bücher werden manchmal von den Eltern finanziert, weil sie froh sind, dass der Sprössling überhaupt liest. Die meisten Kinder geben das Geld für Süßigkeiten aus, wenn sie diese Zuhause nur in Ausnahmefällen bekommen. Sind die Kinder älter, werden Kosmetikartikel, Kleidung oder Computerspiele gekauft. Eine vollständige Kontrolle über das, was die Kinder davon kaufen, gibt es nicht.

Sind die Eltern weniger vermögend, fällt es entsprechend niedriger aus. Doch auch in Familien mit hohen Einkommen fällt das Taschengeld nicht unbedingt überproportional hoch aus. Um die Kinder nicht zu sehr zu verwöhnen, wird ein Betrag im mittleren Bereich gezahlt, um das Kind anzuhalten, sich selbst etwas dazu zuverdienen. Ist wegen des Alters eine Ferienarbeit oder Zeitungaustragen noch nicht möglich, kann man auch bei der Oma oder dem Nachbarn Rasen mähen oder für Ältere den Einkauf erledigen.

Das Bundesministerium für Familie gibt regelmäßig Empfehlungen für die Höhe des Taschengeldes heraus. Wer sich daran orientieren möchte, kann sich auf der Internetseite des Ministeriums die Informationen holen. Für 2019 gibt es die Empfehlung, Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren wöchentlich von 0,50€- 3€ zugeben. Für Ältere ab 10 Jahren bis zur Volljährigkeit sieht die Tabelle 15,50€ bis 67€ vor.

Die Staffelung ist jedem selbst überlassen.